SUP HANDBUCH
Mit * markierte Themen sind besonders relevant für Kursteilnehmer 🏄
SUP-YOGA: Louisenbad Schenefeld/Steinburg
🅿️📍Stellplatz am Mühlenteich - Wohnmobilstellplatz am Mühlenteich – WICHTIG: Das ist nicht das Schwimmbad, sondern der Stellplatz gegenüber auf der westlichen Seite des Sees.
BASIC + TECHNIK: Große Tonkuhle, Itzehoe
Große Tonkuhle inkl. Fotos
🅿️ Hühnerbach 19
🏄 Einsatzstelle Ost für Basic & Technikschulung, Große Tonkuhle
Wilsterau
🅿️ Kasenort
Bekau
🅿️ Fischbauchbrücke Eversdorf
Moorkanal
🅿️ Anlegestelle Moorkanal
Stör
🅿️ Städtische Schwimmsteganlage IZ
Friedrichstadt
🅿️ Seebüll Süd
Schwentine von Preetz zur Oppendorfer Mühle
Start: Kirchsee in Preetz. Die öffentliche Einsatzstelle liegt am unteren Ende des Brunnenwegs am Westufer.
Länge: Etwa 10,5 Kilometer.
Dauer: Zirka 3 Stunden.
Verlauf: Die Strecke führt vorbei an Bredeneek und Rastorf bis zum Rosensee.
Hindernis: Am Ende des Rosensees müssen zwei Wasserkraftwerke zu Fuß umgangen werden. Das erfordert einen Fußmarsch von rund einem Kilometer.
Ziel: Danach paddelst du auf dem Altarm der Schwentine bis zur Oppendorfer Mühle.
Kanuanleger
Kanu Einsatzstelle
Einsetzstelle
Bootsanleger
SUP Einstieg
Diese Orte sind in der Karte oft als einfache geografische Punkte markiert. Wenn du einen konkreten Gewässerverlauf wie die Stör absuchst, zoome nah an das Ufer heran. Solche Stellen sind häufig mit einem kleinen blauen Symbol gekennzeichnet.
SCHLÜSSEL: Direkt am Drybagverschluss befestigen, um Verlust beim Öffnen zu vermeiden.
HANDY: Sicher im Beutel verstauen.
KLEIDUNG: Zwei langärmelige Ersatz-Shirts, leichte Windjacke, Kopfbedeckung, Sonnencreme
VERPFLEGUNG: Wasser (Plastikflasche) und Energieriegel.
Befestigung: Der Drybag wird vorne unter dem Gepäcknetz gesichert und während der Fahrt mitgeführt.
Leihboard: Ein Drybag ist im Mietpreis enthalten.
Ein schwimmfähiges Brillenband bekommst du bei Fielmann oder direkt hier: https://amzn.eu/d/0ai7OTmE
Beim Weg vom Auto zum Wasser haben sich Badelatschen bewährt: Wenn du mit dem Board aus dem Wasser kommst, kannst du einfach reinschlüpfen. Bei Schuhen ist das nicht so einfach.
Auf der Stör werden feste Schuhe mitgeführt.
LOKALE REGELN PRÜFEN: Informiere dich vorab über Befahrungsregeln oder Verbote des Gewässers.
NATUR SCHÜTZEN: Halte Abstand zu Schilf und brütenden Vögeln. Respektiere Naturschutzgebiete und Anlegeverbote.
RÜCKSICHT NEHMEN: Halte Abstand zu Badenden und Anglern. Die Angler sind Pächter der Gewässer und pflegen das Revier.
WETTER PRÜFEN: Achte auf die Vorhersage. Besonders ablandiger Wind oder Rückenwind erschweren den Rückweg.
SICHERHEIT:
Leash nutzen: Die Leine hält das Board bei einem Sturz in Reichweite.
Handy im Drybag: Führe ein Handy wasserdicht verpackt für Notfälle mit.
Kleidung: Wähle die Kleidung nach der Wassertemperatur, nicht nach der Lufttemperatur.
VORBEREITUNG: Nimm ausreichend Wasser mit. Übe den Wiederaufstieg auf das Board im tiefen Wasser.
LÄRM VERMEIDEN: Vermeide unnötigen Lärm. Nutze beim Entlüften ein Handtuch als Schalldämpfer für das Ventil.
KEIN MÜLL: Nimm alle Abfälle wieder mit nach Hause.
Anleitung zur Board-Rückgabe: Bitte führe diese Schritte nacheinander aus, um das Material zu schonen:
IM SEE REINIGEN: Board beidseitig mit der Hand abwischen.
LEASH am Board so befestigen, dass sie beim Transport nicht verschmutzt
FINNE AB: Schraube anschließend wieder mit der Finne verbinden.
ALLES IN DIE BOX: Finne, Verbindungsgummi und Paddel.
TROCKEN WISCHEN: Das gesamte Board mit Tüchern abtrocknen.
AUF DIE DECKE: Board sauber ablegen.
1. SICHTPRÜFUNG
OBERFLÄCHE: Auf Risse, Kratzer, Verfärbungen oder Delamination prüfen.
NÄHTE: Kanten auf unsaubere Verklebungen oder Ablösungen kontrollieren.
2. DICHTHEITSTEST (7 TAGE)
DRUCK: Board auf maximalen Herstellerdruck aufpumpen und Wert notieren.
WARTEZEIT: Eine Woche stehen lassen.
BEWERTUNG: Ein Verlust bis 1 PSI ist normal (Materialdehnung).
TEMPERATUR: Sinkende Temperaturen senken den Druck physikalisch (ca. 1–2 PSI).
FEHLER: Deutlicher Druckverlust oder Blasen unter dem Deckpad (Moosgummi) sind Reklamationsgründe.
3. VENTIL & NÄHTE
PRÜFUNG: Auf Zischgeräusche achten oder verdächtige Stellen mit Seifenwasser bestreichen (Blasenbildung zeigt Lecks).
KORREKTUR: Undichte Ventile mit dem beiliegenden Schlüssel vorsichtig nachziehen.
4. ZUBEHÖR
PADDEL: Sitz von Blatt und Griff prüfen (muss verdrehsicher sein).
FINNEN: Leichtgängigkeit im Schlitten und sicheres Einrasten testen.
RUCKSACK: Reißverschlüsse und Nähte der Gurte unter Last kontrollieren.
5. SYMMETRIE
TWIST-CHECK: Längs über das Board schauen, um Verwindungen auszuschließen.
WASSERLAGE: Das Board muss ohne Last gerade und ohne Schlagseite schwimmen.
6. REKLAMATION
DOKUMENTATION: Mängel sofort fotografieren oder filmen.
FORM: Reklamation schriftlich beim Verkäufer einreichen.
GEWÄHRLEISTUNG: Kaufbeleg für die 2-jährige Frist aufbewahren.
7. MÄNGELRÜGE
HILFE: Bei Bedarf unterstütze ich bei der Formulierung der Mängelrüge.
KONTAKT: Mobil 0151 53752674.
AUSRÜSTUNG: Trockenanzug, Neopren oder Zwiebelprinzip.
SCHUTZ: Immer Ersatzkleidung und Handy im Drybag mitführen.
SPRITZSCHUTZ: Bei Stiefeln und dicken Socken Fahrradgamaschen gegen Nässe nutzen.
BEGLEITUNG: Fahrten bei niedrigen Temperaturen nicht allein durchführen.
AUFMERKSAMKEIT: Bei Eisgang Gespräche einschränken, um Kollisionen mit Schollen zu vermeiden.
SICHERHEITSLEINE: Leash zwingend tragen, damit das Board bei Wind oder Strömung nicht abtreibt.
SICHTBARKEIT: Reflektierende Kleidung und wasserdichtes Positionslicht bei früher Dämmerung nutzen.
Was tun, wenn auf dem Board die Füße einschlafen oder kribbeln?
Auf der Stelle gehen: Eine Ferse heben und senken, dann die andere. Diese einfache Bewegung fördert die Durchblutung.
Entlastung: Alternativ hat sich die Yoga-Kindsposition - 2 min - bewährt, um Füße und Beine kurzzeitig zu entspannen.
Paddel bei Hitze niemals im geparkten Auto lagern, da Temperaturen über 60° C die Verklebungen an Griff und Schaft auflösen.
Das Wasser ist im Frühjahr gefährlich kalt (oft nur 6 – 9 °C). Beachte diese 5 Regeln für den Saisonstart:
KLEIDUNG: Kleide dich nach der Wassertemperatur. Trockenanzug, Neopren oder Zwiebellook sind Pflicht.
LEASH-PFLICHT: Trage zwingend eine Leash. Sie verhindert, dass das Board bei Wind abtreibt und dient als Lebensversicherung.
SICHERHEIT: Paddle im Frühjahr nicht allein. Informiere jemanden an Land über deine Route und Rückkehrzeit.
NATURSCHUTZ: Halte ab März Abstand zu Schilfkanten und Uferzonen (Beginn der Brutzeit).
TECHNIK-CHECK: Prüfe Ventile und Handy-Hülle vor der ersten Tour. Beachte: Kälte reduziert die Akkulaufzeit deutlich.
Regelmäßige Wartung sichert die Langlebigkeit und Funktion deines Equipments:
WAS GESCHMIERT WIRD: Kugelscharnier, alle beweglichen Paddelteile, Finnenaufnahme und Schraubverbindungen.
MITTEL: Ausschließlich kunststoffverträgliche Fette nutzen (z. B. Silikonfett oder säurefreies Armaturenfett).
WIRKUNG: Verhindert Festfressen durch Salz, Kalk oder Sand. Alles bleibt leichtgängig.
TURNUS: Gängigkeit regelmäßig prüfen. Vor der Wintereinlagerung nachschmieren.
Ein klassischer Fehler am Strand sorgt regelmäßig für Frust: Das Board wird mühsam aufgepumpt, doch beim Abziehen des Pumpenschlauchs entweicht die gesamte Luft sofort wieder mit einem lauten Zischen. Peinlich, Peinlich am vollen Strand..
Die Ursache liegt nicht an einer defekten Pumpe oder einem kaputten Board, sondern an der falschen Stellung des kleinen Ventilstifts in der Mitte des Ventils.
Das Ventil kennt nur zwei Zustände, die durch Drücken und Drehen des Stifts gewechselt werden:
Ventilstift OBEN (Ventil geschlossen): Das ist die richtige Position zum Aufpumpen. Die Luft kann durch den Druck der Pumpe in das Board hineinströmen, entweicht aber nicht wieder, wenn der Pumpenschlauch abgenommen wird.
Ventilstift UNTEN (Ventil geöffnet und arretiert): Das ist die Position zum Luftablassen. Der Stift wird heruntergedrückt und meist durch eine Vierteldrehung nach rechts eingerastet. Die Luft strömt dauerhaft aus, damit das Board zusammengerollt werden kann.
Wer sein Board nach dem letzten Ausflug zusammengerollt hat, lässt das Ventil oft im geöffneten Zustand (Stift unten).
Wird beim nächsten Aufpumpen der Pumpenschlauch einfach auf das offene Ventil gedreht, lässt sich das Board zwar scheinbar normal aufpumpen, weil der Schlauch das Ventil abdichtet. Sobald der Schlauch jedoch nach Erreichen des Zieldrucks abgezogen wird, schießt die komprimierte Luft schlagartig heraus. Die Arbeit war umsonst.
Ein pauschaler Druck von 15 PSI ist oft nicht optimal. Für maximale Performance sollte der Luftdruck an das Körpergewicht angepasst werden.
ANPASSUNG: Ein leichtes Kind benötigt weniger Druck.
STABILITÄT: Schwere Paddler riskieren bei zu geringem Druck eine Instabilität des Boards ("Bananen-Effekt").
TABELLE: Die PDF-Tabelle dient als Orientierung für Boards mit einer Standardhöhe von 15,24 cm (6 Zoll).
Hinweis: Die PDF-Tabelle darf gerne an andere Paddler weitergeleitet werden.
Ziel des Projekts war die Vermeidung eines Totalschadens durch Eigenreparatur (Ersparnis ca. 150 €). Der Zeitaufwand betrug etwa zwei Stunden. Gesamtkosten Material: Ca. 25 € bis 40 €.
MATERIAL & WERKZEUG
LAMINAT: Glasfasergewebe (160 g/qm).
HARZ: 2K-Epoxidharz (glasklar, UV-stabil).
SCHUTZ: Staubmaske, Handschuhe und Malerkrepp zum Abkleben des Boards.
HILFSMITTEL: Joghurtbecher (Mischen/Referenzprobe), Pinsel, Heizlüfter.
SCHLEIFEN: Schleifklotz und Papier (Körnung 80/120 für Grob- sowie 240/400 für Feinschliff).
ABLAUF
VORBEREITUNG: Harz und Härter im Joghurtbecher anmischen.
LAMINIEREN: Zwei Lagen Glasfaser auf den Finnenkasten aufbringen (erste Lage 2 cm kleiner als die zweite). Luftblasen mit dem Pinsel ausstreichen.
AUSHÄRTUNG: Temperatur mittels Heizlüfter auf 22 °C halten. Fortschritt an der Referenzprobe im Becher prüfen.
RUHEZEIT: Mindestens 24 Stunden bis zur Endfestigkeit warten.
FINISH: Überstehende GFK-Wölbung mit dem Schleifklotz abtragen, um den Kasten wieder zu öffnen (Staubmaske tragen).
Das Problem
Bei mehrteiligen SUP-Paddeln lockern sich mit der Zeit oft die Verbindungsstellen: Der Griff verdreht sich, das Paddelblatt bekommt Spiel oder die werksseitigen Arretierungen leiern aus. Geklebte Stellen lösen sich durch Hebelwirkung, Nässe und Temperaturwechsel.
Die Lösung: Bechernieten (wasserdichte Blindnieten)
Eine mechanische Verbindung mit Blindnieten schafft dauerhaft festen Halt. Wichtig: Verwende Bechernieten (geschlossene Blindnieten) aus Aluminium oder Edelstahl, keine Standard-Blindnieten.
* Vorteil: Bechernieten haben einen geschlossenen Dornkopf. Dadurch dringt kein Wasser in das Innere des Paddelschafts ein, und das Paddel behält seinen Auftrieb.
Benötigtes Werkzeug & Material
* Nietzange (z. B. Hebel-Blindnietzange)
* 1–2 wasserdichte Bechernieten (passender Durchmesser zur Schaftwandstärke, meist 3,2 mm)
* Bohrmaschine/Akkuschrauber mit Metallbohrer (exakt im Durchmesser der Niete + 0,1 mm = 3,3 mm)
* Körner und Klebeband / Kreppband
Schritt-für-Schritt-Anleitung
* Ausrichten und Fixieren:
Griff bzw. Blatt exakt in die gewünschte Position zum Paddelblatt drehen. Mit etwas Klebeband provisorisch gegen Verdrehen sichern.
* Bohrpunkt setzen
Die Stelle für die Nietverbindung markieren. Sie sollte im überlappenden Bereich von Schaft und Einsatz liegen (ca. 1,5 bis 2 cm vom Schaftrand entfernt). Leicht ankörnen, damit der Bohrer nicht abrutscht.
* Bohren
Mit niedriger Drehzahl und wenig Druck durch beide Schichten (Außenschaft und inneres Steckteil) bohren. Späne gründlich entfernen.
* Niete setzen
Die Becherniete vollständig in das Bohrloch einschieben. Den Nietdorn in das Mundstück der Nietzange einführen.
* Nieten
Die Zange rechtwinklig zum Schaft ansetzen, hebeln, bis der Dorn sauber abreißt. Die Verbindung zieht sich fest zusammen und schließt das Bohrloch luft- und wasserdicht ab.
Dieses Bild, das zeigt, wie ein Stand-Up-Paddler das Board einer anderen Person stabilisiert, um ihr beim Aufsteigen zu helfen. Diese Technik ist ein wichtiges Sicherheitsmanöver, das wir auch in unseren SUP-Kursen vermitteln.